Viel Harmonisches im Herbst mit Duo Pavlou–Fountos – Rückblick

Das war Viel Harmonisches im Herbst im KunstWerk Leonhofen: Das Duo Pavlou–Fountos begeisterte mit Mozart, Britten, Rachmaninov und Shostakovich. Eindrücke und Highlights vom Konzertabend.

EVENT NEWS

Rosa Pöchhacker

9/30/20263 min read

Was ein bewegender Abend!

Am Samstag, 26. September 2026, verwandelte sich das Volkshaus St. Leonhard am Forst in einen ganz besonderen Konzertsaal: Das Duo Pavlou–Fountos war im Rahmen von Viel Harmonisches im Herbst zu Gast und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Meisterwerke für zwei Klaviere.

Ellada Pavlou und Christos Fountos sorgten dabei nicht nur für beeindruckende Klaviermusik, sondern auch für einige ganz besondere Momente.

Ein Abend zwischen Mozart, Britten und ganz viel Gefühl

Den Abend moderierte Lukas Ixenmaier, der das Publikum mit sympathischen und informativen Worten auf das Konzert einstimmte. Gleich zu Beginn stellte er eine These in den Raum um den sogenannten Mozart-Effekt.

Passend zur erste Komposition des Abends - Mozarts Sonata for 2 Pianos in D major, K. 448 – jenes Werk, das durch wissenschaftliche Untersuchungen rund um den sogenannten Mozart-Effekt besondere Bekanntheit erlangte. Studien haben sich mit der Frage beschäftigt, ob das Hören dieses Stücks kurzfristig bestimmte räumliche Denkaufgaben beeinflussen kann und eine Menschen tatsächlich intelligenter fühlen lässt. Die Ergebnisse sind allerdings nicht eindeutig und betreffen keineswegs eine allgemeine Steigerung der Intelligenz.

Für Lukas Ixenmaier war das jedenfalls die perfekte Gelegenheit, dem Publikum augenzwinkernd einen möglicherweise „intelligenteren“ Heimweg in Aussicht zu stellen. Und dann begann die Musik. Mozarts K. 448 eröffnete den Abend schwungvoll und zugleich mit Feinfühl. Mal ruhig und getragen, mal voller Energie – ein stimmungsvoller Einstieg, der sofort zeigte, wie besonders das Zusammenspiel von zwei Pianist:innen sein kann. Mit Brittens Mazurka Elegiaca ging die musikalische Reise weiter.

Ein besonderer Moment der Erinnerung

Eine spontane Programmänderung verlieh dem Abend schließlich eine ganz persönliche und berührende Note.

Ellada Pavlou widmete ein Stück dem erst kürzlich, an Krebs, verstorbenen griechischen Pianisten und Komponisten Panagiotis Dimopoulos (1977–2026). Die Musik begann ruhig und getragen, beinahe schwer – passend zu diesem besonderen Moment des Gedenkens. Dissonante Passagen wechselten mit harmonischen und wieder aufgelösten Momenten, bevor sich das Stück immer weiter entwickelte und das Publikum schließlich ganz in seinen Bann zog.

Ein musikalischer Augenblick, der spürbar aus dem üblichen Konzertablauf herausstach und dem Abend eine sehr persönliche Dimension gab. Danach durfte es wieder etwas leichter werden: Ein weiteres Stück spielten Ellada Pavlou und Christos Fountos nun gemeinsam sitzend an einem Flügel. Ein ungewöhnlicher Anblick und gleichzeitig ein schöner Übergang in die Pause.

Musik und Worte – fünf Sätze, fünf Geschichten

Nach der Pause wartete noch eine besondere Idee auf das Publikum.

Zu den fünf Sätzen einer Sonate hatte Christos Fountos Gedichte verfasst, die jeweils die Stimmung und den Charakter des folgenden Satzes aufgriffen. Lukas Ixenmaier las die Texte vor, anschließend ließ das Duo die Worte musikalisch weiterleben.

So entstand ein spannender Wechsel zwischen Sprache und Musik: Erst bekam das Publikum einen Gedanken, ein Bild oder ein Gefühl mit auf den Weg – danach wurde genau dieses Gefühl auf den beiden Klavieren hörbar. Spätestens hier wurde deutlich, wie vielseitig ein Konzert mit zwei Klavieren sein kann.

Standing Ovations und kein Ende in Sicht.

Nach mehr als zwei Stunden Konzert war dann eigentlich der Schluss erreicht. Eigentlich.

Denn das Publikum wollte Ellada Pavlou und Christos Fountos kaum von der Bühne lassen. Auf die Standing Ovations folgten gleich mehrere Zugaben – drei Mal kehrten die beiden noch einmal an die Klaviere zurück.

Ein schöneres Zeichen dafür, dass ein Konzert sein Publikum erreicht hat, gibt es wohl kaum.

Und so endete ein außergewöhnlicher Abend mit viel Musik, persönlichen Momenten, beeindruckendem Zusammenspiel und der Frage, die Lukas Ixenmaier gleich zu Beginn in den Raum gestellt hatte:

Fühlte sich das Publikum nach dem Konzert nun tatsächlich ein bisschen intelligenter?

Wissenschaftlich lässt sich das nach diesem Abend natürlich nicht feststellen. Aber eines ist sicher: Mit ziemlich viel Musik im Kopf und einem guten Gefühl im Herzen gingen die Besucher:innen nach Hause.

Danke an Ellada Pavlou und Christos Fountos, an Lukas Ixenmaier für die charmante Moderation und natürlich an unser Publikum für diesen wunderbaren Konzertabend!

Genau solche Begegnungen machen Kultur im KunstWerk Leonhofen aus.

Wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Abende!

Was kommt als Nächstes?

Konzerte, Kabarett, Theater und besondere Kulturabende: Unser aktuelles Programm und alle verfügbaren Tickets findet ihr jederzeit auf unserer Veranstaltungsseite.

Impressionen aus dem KunstWerk

Während unserer Veranstaltungen teilen wir aktuelle Fotos, Videos und Eindrücke über Instagram.

Unsere Instagram-Galerie bringt diese Impressionen direkt auf kunstwerk.live und zeigt, was gerade im KunstWerk passiert.

KunstWerk Leonhofen

Förderung von Kunst und Kultur in Leonhofen.

© 2025. All rights reserved.